loader-logo

Als Führungskraft Erwartungen entschlüsseln und in Konflikten vermitteln

Zielstellung

Die Fähigkeit, Erwartungen zu entschlüsseln und so präventiv in Konflikten zu vermitteln ist eine zentrale Schlüsselkompetenz für lösungsorientierte Führungskräfte.

Ein gutes „Erwartungsmanagement“ setzt Energien an der richtigen Stelle frei und fördert ein kooperatives Zusammenspiel im Team oder Projekt.

Im Online-Training erfahren Sie, wie Sie mit mediativen Fertigkeiten die unterschiedlichen Erwartungen Ihrer Mitarbeitenden frühzeitig verstehen und im Gleichgewicht halten können. Damit beugen Sie enttäuschten Erwartungen vor und ermöglichen von Beginn an eine vertrauensvollere, motivierende und effizientere Zusammenarbeit.

Denn ungeklärte, latente und implizite Erwartungen führen schnell zu permanent ablaufenden „Hintergrundprozessen“, um „vermutete“ Erwartungen zu entschlüsseln. Das kostet Energie, führt zu Unsicherheit und ist Keimzelle für Konflikte.

Im Online-Training lernen Sie...
  • was Erwartungen sind und wie sie unser Verhalten beeinflussen
  • ein stabiles Fundament in der Zusammenarbeit zu schaffen, indem tieferliegende Bedürfnisse und Interessen „hinter den Erwartungen“ berücksichtigt werden
  • wann und wie Sie als Führungskraft im Konfliktfall handeln sollten
  • Interventionstechniken, mit denen Sie sowohl präventiv als auch im Konflikt sicher vermitteln können – offline wie auch online
  • Wahrnehmungsfehler vermeiden, indem Sie „eigene Bilder“ in Frage stellen und damit eine neutrale, unvoreingenommen Haltung einnehmen können
  • Sicherheit im Umgang mit Konflikten

Im modularen Online-Training werden die Inhalte nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch praktisch live geübt (Übungen, Gruppenarbeit, Simulation). Verschiedene Tools und kleine Gruppen ermöglichen einen abwechslungsreichen Ablauf.

Im Vorfeld: Technikcheck und Vorbereitung (2 Stunden)

  • Vorbereitende Abfrage über ein Online-Tool zur Abfrage von Fragen der Teilnehmenden, Erwartungen und Beispielen (was sind typische Themen?)
  • Abstimmung der technischen Voraussetzungen und Technikcheck
  • Zusendung von vorbereitenden Unterlagen sowie Materialien für das Training

Modul 1: Erwartungen als Schlüssel zu Konfliktprävention und Konfliktlösung (4 Stunden)

Herzlich willkommen
  • Vorstellung und Fragen
  • Einführung in das Format „Online-Training“
  • Formulierung einer eigenen kleinen Zielvereinbarung
Erkennen der eigenen Rolle und Verantwortung
  • Das eigene Konfliktverhalten (Reflexionsübung)
  • Die Rolle und Verantwortung als Führungskraft – laufen lassen oder eingreifen?
  • Die eigene Haltung zwischen Entscheiden und Vermitteln
  • Wie eine allparteiliche Haltung als Führungskraft die Wahrnehmung verändert und Mitarbeitende in Verantwortung bringt
  • Wer definiert den Auftrag – wann werde ich aktiv?
  • Mit Hypothesen den eigenen Blick erweitern und Stereotype vermeiden
Konflikt erkennen
  • Konfliktmerkmale – manchmal erst auf den zweiten Blick zu erkennen
  • Was lässt Konflikte eskalieren, was deeskalieren?
  • Woran erkenne ich den Eskalationsgrad
  • Wie kann in welcher Eskalationsstufe gehandelt werden?
  • Videobeispiel/Beobachtungsübung
Wie Erwartungen unser Verhalten prägen
  • Erwartungen als einseitige Verträge, die der andere nicht kennt
  • Erwartungsebenen
  • Herausforderung latente und implizite Erwartungen
  • Wie aus „enttäuschten“ Erwartungen Konflikte entstehen
Erwartungen "entschlüsseln" und Konflikten vorbeugen
  • Warum Erwartungen an andere mehr über einen selbst aussagen
  • Die Bedürfnisse, Interessen, Werte und Anliegen „hinter“ den Erwartungen erkennen
Transferaufgabe zu den Erwartungen für die eigene Praxis sowie als Überleitung zu Modul 2

Modul 2: Techniken der Konfliktvermittlung (4 Stunden)

Grundlegende Kommunikationstechniken für Vermittlungsgespräche (Triadengespräche)
  • Interventions- und Steuerungstechniken in Konfliktsituationen
  • Ebenen des aktiven Zuhörens als Grundlage für Verstehen
Mit Fragekompetenzen eigenverantwortliche Konfliktlösungen fördern
  • Fragen statt Ratschläge geben – wie Sie Streitparteien zu eigenverantwortlichen Lösungen führen: Wieso in Konfliktsituationen „gut gemeinte Tipps“ und Vorschläge häufig nicht weiterhelfen, die festgefahrene Situation zu lösen.
  • „Wer führt der fragt“ – Effekte einer fragenden Führungsrolle
  • Überblick über grundlegende Fragetechniken
  • Mit Fragen Problem- und Handlungsbewusstsein schaffen
  • Fragen zum Erkennen und Aktivieren von Ressourcen und Potentialen
  • Fragen zur Erweiterung von Perspektiven und Wahrnehmungen
  • Lösungsfokussierte Fragen
Struktur von Konfliktlösungsgesprächen
  • Konfliktgespräche brauchen Struktur – wie Sie sicher durch die Konfliktwogen steuern: Gute Konfliktklärung ist mehr als „nur einmal darüber reden“ – Der Unterschied zwischen Quantität und Qualität der Kommunikation.
  • Interessenbasierte Gesprächsführung
  • Die Wirkung von Sprache – „Sensibilität“ für Worte und wertende Kommunikation
  • Aus festgefahrenen Streitpositionen neue Lösungen entwickeln: Die Kunst, strukturiert und effektiv zu arbeiten, ohne die Gesprächspartner in ein festes Raster zu pressen oder zu bedrängen. Kooperationsbereitschaft bei den Konfliktparteien herstellen.
  • Das Paradoxon – wieso sich Konfliktparteien zunächst selbst behaupten müssen, um sich auf ihre Konfliktpartei einzulassen und wie der Vermittler diesen Prozess unterstützen kann.
  • Wie Sie Fallstricke vermeiden und es schaffen, nicht Teil des Konfliktes zu werden
  • Übung und Simulation „Triadengespräch“
Transferaufgabe für die eigene Praxis

Modul 3: Erwartungsmanagement und Konfliktvermittlung in Zeiten von Homeoffice (4 Stunden)

Ohne Technik geht es nicht (ganz)
  • Technische Anforderungen (Telefon, Video-Systeme)
  • Vorbereitung und Einrichten des „virtuellen“ Besprechungsraumes
  • Datenschutz in Online-Formaten
Potential einer Online-Erwartungs- und Konfliktklärung – viel mehr als eine Notlösung
  • Konfliktlösungsgespräche auf „Distanz“ – eine Chance für mehr Offenheit
  • Wie die eigenen „Vier-Wände“ Sicherheit geben können
Vertrauens- und Beziehungsaufbau im virtuellen Raum
  • Rolle und Haltung als Führungskraft
  • Der Prozess der Vertrauensentwicklung unter Online-Bedingungen: Welche Bedingungen förderlich sind, welche den Aufbau von Online-Vertrauen erschweren
  • Körpersprache, Gestik und Mimik
  • Wirkung von Stimme
  • Der Umgang mit Emotionen
  • Erklärende Kommunikation für mehr Transparenz
Besonderheiten Struktur und Kommunikation
  • Struktur und Phasen für online Triaden-Gespräche
  • Zeitmanagement – die richtige Balance zwischen Tempo (Aufmerksamkeit) und Raum für Reflexion (Verstehen)
  • Interaktion statt „Rückzug“ – wie Sie die Konfliktbeteiligten aktiv einbinden
  • Wie Sie mit Metaphern und Bildern online arbeiten
  • Ein zusätzlicher Kanal: Einsatz von textbasierter Kommunikation
  • Wahrnehmung im virtuellen Raum
  • Visualisierung – der Einsatz des virtuellen Flipcharts in Klärungsgesprächen
  • Online-Feedbackprozesse
Transferaufgabe für die eigene Praxis

Modul 4: „Fragestunde“ (2 Stunden)

Frage und Transfer
  • Fragen der Teilnehmenden, die sich in der Anwendung ergeben haben
  • Reflexion der in der Praxis gemachten Erfahrungen
  • Sicherung des Transfers

Modul 4: „Fragestunde“ (2 Stunden)

Führungskräfte und Projektverantwortliche

Methoden

Die Fortbildung findet im Format eines Online-Trainings statt. Sie benötigen nur einen PC/Laptop, Kamera und Headset. Wir checken im Vorfeld Ihre technischen Voraussetzungen.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit im virtuellen Raum, Übungen, Feedback, Simulationen, Dokumentation geübt

Materialien

  • Vorbereites Booklet als kleines „Lerntagebuch“ für alle Teilnehmenden
  • Skript (E-Paper)

Kleine Video-Tutorials je Baustein für begleitendes Lernen und „Nachsehen“ der im konkreten Modul behandelten Inhalte

Rahmenbedingungen

Maximale Teilnehmerzahl: Max. 6
Umfang:

  • Im Vorfeld: Technikcheck und Vorbereitung (2 Std.)
  • Modul 1: Erwartungen als Schlüssel zur Konfliktprävention und Konfliktlösung (4 Std.)
  • Modul 2: Techniken der Konfliktvermittlung (4 Std.)
  • Modul 3: Erwartungsmanagement und Konfliktvermittlung in Zeiten von Homeoffice (4 Std.)
  • Fragestunde (2 Std.)

Bernhard Böhm arbeitet bereits seit 2007 als (Online-) Mediator und Online-Trainer. Mit viel Freude und aus Überzeugung von deren Wirksamkeit entwickelt er Methoden und Tools für Online-Formate. Er war mitverantwortlich für das Projekt „Online Mediation in Cross-Border Disputes“ im Rahmen des europäischen Civil-Justice-Programms der Europäischen Kommission.
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen

  • Führungskräftetraining
  • Einzel- und Teamcoaching in Konfliktsituationen
  • Mediation und Moderation
  • Kollegiale Fallberatung und mediationsanaloge Supervision,
  • Initiierung und Durchführung von Dialog- und Kommunikationsprozessen
  • Aus- und Fortbildung von Mediatorinnen und Mediatoren
  • Implementierung von innerbetrieblichem Beschwerde- und Konfliktmanagement

Beratung bei Mobbing und Mobbingprävention